St. Matthäus - die evangelische Bischofskirche

Welcher Weg, welcher Suchbegriff oder welcher "Zufall" Sie auch immer auf unsere Seite geführt haben mag - seien Sie herzlich Willkommen auf der Internetseite der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde St. Matthäus in München. Hier finden Sie alle nötigen Information zu den Personen, unseren Veranstaltungen, dem gottesdienstlichen und kulturellen Leben unserer Gemeinde.
Ob Sie geistliche oder seelsorgerliche Impulse suchen, berührende Musik oder einfach einen Ort, der mitten in der Stadt ein Ort der Gottesbegegnung sein will - fühlen Sie sich eingeladen. Fröhlich und auch ernst, gelassen und heiter, Gottesdienst und Gastfreundschaft -  
mitten in München vor Gott und mit den Menschen: St. Matthäus.  

Wir laden u.a. ein: 

Sonntag, 2. Oktober - ERNTEDANKFEST 
um 8.30 und um 10.00 Uhr wie gewohnt die Gottesdienste mit Heiligen Abendmahl (Pfr. Dr. Roth) 
Etwas Besonderes aber am Abend: 20 Jahre Matthäusdienste - Festgottesdienst. Die Predigt hält Dr. Roland Werner aus Marburg. 

Freitag, 14. Oktober 
19.00 Uhr: Münchner Motette in Matthäus. Der Münchner Motettenchor singt Werke von Schütz, Reger, Martin, Orff und Rheinberger. Liturgie: Pfr. v. Segnitz

Montag, 31. Oktober - Reformationstag
19.00 Uhr zentraler Eröffnungsgottesdienst des Reformationsgedächtnisjahres 2017. Predigt: Stadtdekanin Kittelberer, Liturgie: Pfr. Dr. Roth, Musik: Münchner Motettenchor an der Orgel Martin Wiedenhofer. 

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Das war der Abend: Dienstag, 13. September
Ein Abend mit Pfarrerin Nadia Bolz-Weber. Nachdenklich machten vor allem ihre modernen Seligpreisungen... lesen Sie selbst:

Pfarrerin Nadia Bloz-Weber

"Selig sind die Agnostiker. Selig sind die Zweifelnden. Selig sind die, die sich nicht sicher sind. Selig sind die, die geistlich verarmt sind und deshalb keine neuen Informationen mehr aufnehmen können. Selig sind die, die nichts zu bieten haben. Ihr seid des Himmels und Jesus segnet Euch.

Selig sind die, die ihre Angehörigen begraben haben. Selig sind die, die genug geliebt haben um zu wissen, wie sich Verlust anfühlt. Selig sind die Mütter, die Fehlgeburten hatten. Selig sind die, die nicht zusammenbrechen können, weil sie sich für andere zusammenreißen.

Selig sind die, die sonst niemand bemerkt. Die Kids, die beim Mittagessen in der Schule alleine am Tisch sitzen. Die Leute, die im Krankenhaus die Wäsche waschen. Die Sexarbeiterinnen und die Nachtschicht-Straßenkehrer. Selig sind die Loser. Selig sind die, die keinen Anschluss mehr haben zu einer Welt, die nur Gewinner liebt. Selig sind die vergessenen. Selig sind die, die im Gefängnis sitzen. Die Arbeitslosen, die Unterrepräsentierten, die Unscheinbaren. Selig sind die Jugendlichen, die neue Wege finden müssen, um die frischen Schnittwunden an ihren Armen zu verstecken. Selig sind die Sanftmütigen und Jesus segnet euch.

Selig sind die, die falsch beschuldigt werden, die nie eine Chance bekommen, denjenigen, für die das Leben schwer ist, denn sie sind es, mit denen Jesus sich umgab. Selig sind die, die keine Aufenthaltspapiere haben. Selig sind die, die keine Lobby haben. Selig sind die Pflegekinder, selig sind die Wunderkinder, selig sind die Sonderschulkinder. Selig sind die, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit.

Selig sind die ausgebrannten Sozialarbeiter und die überarbeiteten Lehrer und die Anwälte, die Mandanten umsonst betreuen. Selig sind die Kids, die sich zwischen die Schulhoftyrannen und die Schwachen stellen. Selig sind die Barmherzigen, denn sie haben kapiert, worum es geht.

Mit den Seligpreisungen der Bergpredigt segnet Jesus Leute, die normalerweise nicht gesegnet werden. In diesem Sinne ist der Segensspruch zu verstehen.“

 

 

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