Sterben und Tod

Im Angesicht des Todes
Ein Familienmitglied liegt im Sterben?

Sie haben einen Angehörigen verloren?

Sie beschäftigen sich mit dem Tod?

Wir Christen rechnen mit Gottes Gegenwart und seiner bergenden Begleitung auch im Sterben und im Tod. Wir glauben, dass Gott in dem Gekreuzigten und Auferstanden Jesus Christus sich dafür verbürgt, dass Menschen durch das Sterben hindurch das Ziel ihres Lebens finden können und werden. 

Auf dem Weg des Sterbens
Wenn Sie einen Sterbenden begleiten, finden sie Gebete und Hinweise im Evangelischen Gesangbuch (S. 1427 bis 1437).

Hilfreiche Worte und Gesten können sein:
- Zeichen der Nähe geben
- Ein vertrautes Gebet, vielleicht Psalm 23 oder das „Vater unser“
- Ein gutes Wort, vielleicht ein Segen:
- „Es segne dich Gott, der Vater, der dich nach seinem Ebenbild geschaffen hat.
- Es segne dich Gott, der Sohn, der dich durch sein Leiden und Sterben erlöst hat.
- Es segne dich Gott, der heilige Geist, der dich zum Leben gerufen und geheiligt hat.“

Wenn Sie oder der Sterbende den Wunsch verspüren, sich durch das Heilige Abendmahl, Gottes Wort und seinen Segen auf diesem Weg stärken zu lassen, benachrichtigen Sie Ihren Pfarrer oder eine Pfarrerin. Auch außerhalb der Bürozeiten erfahren Sie über die Nummer des Pfarramtes die Nummer, mit der Sie einen Pfarrer erreichen können.

Nach dem Sterben
Kann es ein Zeichen des Achtung und des Respekts vor den Toten sein, wenn Angehörige oder Freunde ihnen die Hände über der Brust falten und ihnen die Augen schließen.

Abschiedsworte:
Wir wollen Abschied nehmen von (Name) und bedenken, was uns mit ihm / ihr verbindet.
Wer sie / ihn lieb gehabt und geachtet hat, der trage diese Liebe und Achtung weiter.
Wen er / sie lieb gehabt, der danke ihm / ihr alle Liebe.
Wer ihm / ihr etwas schuldig geblieben ist an solcher Liebe, in Worten und Taten, der bitte Gott um Vergebung.
Und wem sie / er weh getan haben sollte, der verzeihe ihm / ihr, wie Gott uns vergibt, wenn wir ihn darum bitten.
So nehmen wir Abschied mit Dank für alles Gewesene und im Frieden.

Die Beisetzung 
In München werden Sie den Termin für eine Bestattung in aller Regel mit einem Bestattungsdienst vereinbaren. Nehmen Sie sich dann bitte neben den vielen Dingen, die in kurzer Zeit erledigt werden müssen, zur Vorbereitung der Trauerfeier ausreichend Zeit für das Gespräch mit Ihrem Pfarrer oder einer Pfarrerin. Das Leben der Verstorbenen will gewürdigt werden. Es soll in angemessener Weise zur Sprache kommen. Wünsche an biblischen Lesungen, an Liedern und Gebeten werden soweit wie möglich Berücksichtigung finden. Vieles hängt dabei auch von den unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten der Friedhöfe ab.

Das Gedenken an die Verstorbenen in der Gemeinde
Am Sonntag nach der kirchlichen Trauerfeier begleitet die Gemeinde ihre Verstorbenen und die Angehörigen im Gottesdienst mit ihrer Fürbitte. In vielen Gemeinden und auch in St. Matthäus gedenkt die Gemeinde der Verstorbenen und ihrer Angehörigen am Ewigkeitssonntag (Totensonntag), dem Sonntag vor dem ersten Advent. Das Altarbild (siehe „Kirche“) führt der Gemeinde die Hoffnung auf das „himmlische Jerusalem“ vor Augen. Denn „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die Zukünftige suchen wir.“ (Hebräer 13, 14)

Der Trost des Glaubens
Der Kirchenvater Hieronymus hat ihn in schönen Worten so zusammengefasst:

Wir wollen nicht nur trauern, dass wir sie verloren haben
Wir wollen auch dankbar dafür sein, dass wir sie gehabt haben
Denn wer heimkehrt zum Herrn,
der bleibt in der Gemeinschaft der Gottesfamilie
und ist uns allen nur vorausgegangen.

 Weitere Informationen zur Bestattung finden Sie hier.